Kulturinsel – Nepix Kull

Die Nepix Kull bekam ihren Namen von dem Postillon Nepix, der Anfang des letzten Jahrhunderts dort mit seiner Familie ein kleines Häuschen bewohnte. 2006 begannen die Arbeiten an der sogenannten Nepix Kull, wodurch die ehemalige Befestigungsanlage des Moerser Schlosses aus dem 17. Jahrhundert teilweise wiederhergestellt werden sollten und die Insel fand zwischenzeitlich eine vielseitige öffentliche Verwendung: Turnplatz, städtische Bleiche, Tennisplatz und Kinderspielplatz.

Der Ort verknüpft somit einen verbindenden und kommunikativen Aspekt mit dem isolierten Status der Insel: Der Postbote, der die Briefe zu den Menschen bringt, die Bleiche, die den Frauen den täglichen Austausch über die Neuigkeiten der Stadt erlaubt und die Freizeitaktivitäten, welche die Menschen zusammenführen und Kommunikation stiften und so war Nepix Kull ausersehen, künstlerische Veranstaltungen oder Installationen zu präsentieren.

2008 kam es zur ersten Kooperation zwischen dem SEEWERK und der Stadt Moers. Damals, im April, tagte der Kulturausschuss in den Räumen am Silbersee. Das Kulturbüro stieß mit seiner Vorstellung, zeitgleich zur Sommervernissage in Kooperation mit dem SEEWERK auch eine Ausstellung auf die Kulturinsel zu holen, auf offene Ohren bei den Politikern.

Auch in den noch folgenden Jahren soll die erfolgreiche Zusammenarbeit bezüglich der Kulturinsel zwischen dem Kulturbüro der Stadt Moers und dem SEEWERK weiter fortgesetzt werden.

Vernissage mit Prof. Irmin Kamp

Kunstbegeisterte aus Moers und Umgebung können gespannt sein: Ende August wird das Ergebnis der ersten Zusammenarbeit zwischen der privaten Initiative “das SEEWERK“ und dem Kulturbüro Moers zu sehen sein. Drei Absolventen der Klasse von Prof. Irmin Kamp (Kunstakademie Düsseldorf) befassten sich mit der Geschichte der Nepix Kull, wo Anfang des vergangenen Jahrhunderts der Postillon Nepix mit seiner Familie wohnte und die Frauen aus Moers ihre Wäsche gewaschen haben. Zu diesem Thema wird auf der Kunstinsel im Schlosspark eine Großinstallation erstellt. Gleichzeitig findet im SEEWERK eine große Vernissage mit vielseitigem Rahmenprogramm statt, wobei das Außengelände, die Gebäude und der See mit einbezogen werden.
Im Mittelpunkt der Ausstellung werden die aus einer Scheune in Grevenbroich geretteten und im SEEWERK fachgerecht restaurierten Plastiken der Künstlerin Prof. Irmin Kamp zu sehen sein. Zusätzlich wird Frau Kamp für diese Ausstellung 2 neue Objekte fertigen.

Weitere Künstler bei dieser Vernissage sind: Felix Droese (Skulpturen und Papierarbeiten), Armin Hott (Karikaturen), Ivica Matijevic (Holzobjekte, Malerei), Jörg Parsick-Mathieu (Fotografie), Prof. Jörg Eberhard (Malerei), Frank Göllmann (Installationen), Irmel Droese (Aquarelle, Zeichnungen und Textilarbeiten), Ingeborg Schmidthüsen (Papierarbeiten), Jyrg Munter (Objekte), Edith Oellers (Malerei).

Die letzte Klasse des jüngst verstorbenen Künstlers Prof. Immendorff ist ebenfalls im SEEWERK zu Gast und wird neben Ihren dort ausgestellten Bildern einen kompletten Fußboden gestalten, der sozusagen als begehbare Kunst auch in Zukunft zu bewundern sein wird. Unterstützt werden sie hierbei nicht nur vom SEEWERK, sondern auch von der Firma Remmers.

Die Installation auf Nepix Kull, gestaltet von Anne-Kathrin Puchner, Fleur Stoecklin und Thomas Woll, wird am 30. August um 15:00 Uhr erstmals öffentlich gezeigt. Die Vernissage im SEEWERK beginnt im direkten Anschluss, um den Besuchern Gelegenheit zu geben, beide Ereignisse zusammenhängend wahrzunehmen.

Nepix Laundromat – Anne-Katrin Puchner, Fleur Stoecklin, Thomas Woll

Schmutzige Wäsche wird überall gewaschen, heimlich und öffentlich. Zu Hause, im Keller, oder, wenn man keine eigene Maschine hat, im Waschsalon. John Cantrell war der Erste, der aus der Notwendigkeit des Waschtags ein Geschäft machte. Im April 1934 lieh der Texaner erstmals Waschmaschinen aus. Damit nahm das Waschsalonwesen seinen Aufschwung, und das mühsame Wringen am heimischen Zuber hatte ein Ende.

Nicht zuletzt dank Film und Fernsehen hat sich die Mär vom wunderbaren Waschsalon (amerikanisch laundromat) als großstädtischer Begegnungsstätte festgesetzt. Der Aspekt der Begegnung und Kommunikation regte auch die Künstler Anne-Katrin Puchner, Fleur Stoecklin und Thomas Woll zu der Installation „Nepix Laundromat“ auf der Kulturinsel Nepix Kull in Moers an. Sie befassten sich mit der Geschichte dieses Ortes, wo Anfang des vergangenen Jahrhunderts der Postillon Nepix mit seiner Familie wohnte. Hier war einst auch die städtische Bleiche, wo die Frauen aus Moers ihre Wäsche gewaschen haben.

„Der Ort verknüpft einen verbindenden und kommunikativen Aspekt mit dem isolierten Status einer Insel,“ erklären die Künstler. Die Künstler lassen die Insel unbegehbar, legten aber ein Stegesystem aus Holz und Wellblech an, auf denen Konstruktionen zu sehen sind, die mit großen runden Luken an Waschmaschinen erinnern und sogar echte Waschmaschinen integrieren. Ein gelbes Rohrsystem ergänzt diese Konstruktion, wobei die gelbe Farbe an den Postillion Nepix erinnern soll.

Keisuke Matsuura (geb. 1970 in Kyôto) studierte von 1990 bis 1994 an der Tama Art University Tôkyô Ölmalerei als Schüler von Masao TSURUMI, Isshô KIMURA, Akira ASAI und Shôgo KIJIMA und belegte danach dort 1994-1996 den „Mastercourse“ bei Masao TSURUMI sowie bei Akira TATEHATA (Kunstgeschichte). 1997 wechselte er an die Kunstakademie Düsseldorf, an der er bis zu seinem Abschluss 2004 studierte: bis 2002 als Schüler und 2001 Meisterschüler von Professor Christian Megert und von 2002 bis 2004 bei Daniel Buren. Seine Werke waren in zahlreichen Gruppen- und mehreren Einzelausstellungen in Japan, China, Frankreich, Deutschland und Ägypten zu sehen. 2004 erhielt er den „Emprise Art Award“ für junge Künstler in NRW.
Keisuke Matsuura überzieht in seiner Installation „Weiße Nepix“ die Kulturinsel „Nepix Kull“ im Schlosspark Moers beim SEEWERK mit weißen Stoffbahnen – eine Vision, die auf die Entwicklungsmöglichkeiten des Geländes als „Kulturinsel“ verweist und gleichzeitig die Vergangenheit des Ortes als Bleiche heraufbeschwört.

Offizielle Eröffnung Different Places – Different stories

5. September um 15:00 Uhr, auf der Kulturinsel „Nepix Kull“ im Schlosspark Moers (Gartenstraße 30, 47441 Moers) mit der „Weißen Nepix“ von Keisuke Matsuura mit einer Begrüßung durch Hans-Gerhard Rötters (1. Beigeordneter und Kulturdezernent der Stadt Moers) und Frau Vizekonsulin Emi Konishi (Japanisches Generalkonsulat Düsseldorf).

Um 16:00 Uhr Wechsel zum SEEWERK (Silberseeweg 1a, 47447 Moers, Tel.: 02841 – 88 68 78), wo Ansprachen von Christian Weisbrich MdL (Vorsitzender Kulturraum Niederrhein e.V.), Jos Hesselt (Gedeputeerde Internationalisierung Provincie Limburg) und Staatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff (Staatssekretär für Kultur des Landes NRW) bzw. Peter Landmann (Leiter der Kulturabteilung in der Staatskanzlei NRW) vorgesehen sind.

Natürlich kann man sich auch wieder an einem tollen Rahmenprogramm erfreuen: Markus Stockhausen und Tara Bouman tragen eine Kunst-Klang-Komposition vor und auch Hora de Samba präsentieren eine schwungvolle Musikperformance.

Auch im dritten Jahr gab es eine Zusammenarbeit zwischen dem Moerser Kulturbüro und dem Seewerk, wobei die Kulturinsel Nepix Kull wieder in die Ausstellung mit einbezogen wurde, auf der dieses Jahr als Highlight das „Inselparlament“ von Anatol Herzfeld zu sehen ist.

Inselparlament

Plastik bestehend aus 17 schwarzen Festungsstühlen mit Kreuzblüte als Brandzeichen.
Auf der Kulturinsel Nepix Kull im Moerser Schlosspark stellt in diesem Jahr Anatol, Künstler von der Museumsinsel Hombroich und ehemals Schüler von Beuys, 17 schwarze Stühle auf. Inselparlament nennt Anatol seine neue Installation, die stark mit dem Parlament, einem Kreis aus 24 Eisenstühlen, auf der Insel Hobroich korrespondiert. Einen Stuhl widmete er der Stadt Moers, die übrigen 16 möchte er an Jungen und Mädchen aufgeteilt sehen. Alle Stühle wurden mit der Kreuzblüte als Brandzeichen signiert.

Anatol, 1931 in Ostpreußen geboren, wuchs bei Pflegeeltern auf, sehr bibeltreu, der Vater sozialdemokratischer Eisenbahner. Anatol hat sich die Kreuzblume zum eigenen Symbol gemacht. In Matthäus 13,31 und 32 ist das Gleichnis vom Senfkorn nachzulesen. Das kleinste von allen Sammelkörnern wird zum Himmelreich, wenn die Saat aufgegangen ist. Nachdem er in Ostpreußen die Rote Armee erlebt hatte und als „Nemski“ von den Polen vertrieben wurde, kam er als Flüchtling zum Rheinland. In Düsseldorf wurde er Polizist. Am Polizeipräsidium brachte er an die Stelle des Hakenkreuzes im Adler das Schild an „Vor dem Gesetz sind alle gleich“. Bis heute ist er ein Mahner geblieben, seine Wächter-Figuren sind als bildhaftes Symbol für seine Botschaft.

Das Parlament, eine Art Stuhlkreis unter freiem Himmel wie die Thingstätte der frühen Germanen, ist für ihn eine Versammlungsstätte, um miteinander zu sprechen. Eine Stätte des Friedens, des Wortes statt der Waffe. Sie gilt es neu zu entdecken. Nepix Kull, ein Teil der alten Morser Wall- und Wehranlage, ist genau der richtige Ort dafür.

Dr. Heribert Brinkmann

Wildernde Matrix

Das SEEWERK versteht sich aber vor allem als ein Ort, der Künstlern die Möglichkeit bietet, neue Wege zu gehen. Know how, Support und Material werden zur Verfügung gestellt, um oft lang schlummernden Ideen Gestalt zu verleihen. Das kann wie bei Lena Kuntze bedeuten, ihre Cut-Out-Objekte in einem vielfach größeren Massstab als bisher auszuführen. In mehr als vier Metern Höhe werden sie zur Ausstellungszeit auf der Kulturinsel Nepix Kull der Stadt Moers zu sehen sein, die das SEEWERK, wie auch in den vorherigen Jahren, bespielt.

Lena Kuntze bezieht sich mit ihrer Arbeit auf den besonderen Charakter der „Nepix Kull“ als Insel. Sie kann von den Betrachtern nict betreten werden und ist dem direkten Zugriff entzogen. Auf solch isolierten Fleckchen Erde erobert sich die Natur ihr Terrain zurück.

Und der Fluxus fließt immer noch weiter!

Takako Saito, die drei neue Arbeiten für das Seewerk geschaffen hat – Schachspiel für Mäuse und Eichhörnchen, Klotzschachspiel, Musikschachspiel Nr. 1 + Musikschachspiel Nr. 2 (Kulturinsel) – lebte acht Wochen in Moers, um ihren Ausstellungsraum zu gestalten, der einen Querschnitt durch ihr künstlerisches Leben zeigte. Die Besucher konnten im Sinne des „Fluxus“ einen Großteil der Arbeiten umgestalten bzw. verändern und hatten so die Möglichkeit, die künstlerische Arbeit von Takako Saito durch die Augen eines „Mitkünstlers“ zu sehen.

Die Kulturinsel Nepix Kull im Schloßpark Moers ist auch dieses Jahr wieder Teil der Ausstellung. Die Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Moers ermöglichte Gabriella Fekete die Realisation der dreiteiligen Installation „Fanal gegen das Leid“.

Fanal gegen das Leid

Die Freunde der Kulturinsel Nepix Kull wissen es längst: Dieser Ort führt ein Doppelleben. Rund ums Jahr ein Refugium der Natur, in dem Tiere und Pflanzen weitgehend ungestört unter sich bleiben; dann – alljährlich im September zugleich auch ein Hort der Kultur, indem das ganze Eiland zur Bühne wird, zu einem „Schauplatz“ im doppelten Sinne des Wortes, der die unterschiedlichsten, von Menschenhand eigens für diesen Ort geschaffenen Formen und Erscheinungsweisen hervorzubringen vermag.

Nun also ein „Fanal gegen das Leid“. Die 1944 in Budapest geborene und seit 1980 in Duisburg lebende Bildhauerin Gabriella Fekete setzt es als dreiteilige Installation mitten hinein in eine Naturkulisse, die idyllischer kaum inszeniert werden könnte. Auf den ersten Blick ein wuchtiges Ensemble, das aus dem Boden zu wachsen scheint, als hätte es hier seinen angestammten Platz seit Urzeiten schon. Die Insel, dem Hier und Jetzt entwachsen und abgekoppelt vom konkreten, geografisch einzugrenzenden Raum, lässt an archaische Siedlungsplätze denken. Indes: Die Eindrücke sind ambivalent. Sie erzeugen ein Echo auf unterschiedlichen, teilweise widerstreitenden Deutungsebenen zwischen Wehrhaftigkeit auf der einen, Ausgeliefertsein auf der anderen Seite. Die eiserne Haut der Artefakte würde wohl auch zur Rüstung taugen. Doch hier käme jeder Schutzschild zu spät. Die Beute ist schon erlegt, das Fell zur weiteren Verwertung abgezogen, und nur die stilisierten Hörner der zentralen Skulptur zeugen noch von einstiger Stärke. Selbst das massive Tau entzieht sich eindeutiger Wertung. Ein Betrachter mag es als Werkzeug der Fesselung sehen und als Symbol der Ausweglosigkeit auf dem Weg zum Schlachthof, ein anderer denkt vielleicht daran, dass ein Seil auch sicheren Halt verschaffen kann. Und eine dritte Figur fügt die Künstlerin noch hinzu. Sie steht für den embryonalen Zustand eines jeglichen fühlenden Wesens. Für den Zauber des Anfangs und einer, nennen wir sie paradiesisch anmutenden Unschuld, die alle Möglichkeiten noch in sich birgt. Alle Möglichkeiten der Entwicklung. Hoffnung inklusive. So prallt auch der Blick eines allein auf idyllische Aus- und Ansichten gefassten Spaziergängers nicht ab von diesem Fanal, sondern wird im Prozess des Innehaltens und Betrachtens umso nachhaltiger in den Bann gezogen. Aus diesem Wechselbad der Gefühle speist sich die Magie, die den raumgreifenden Skulpturen innewohnt, die Gabriella Fekete als archetypische Urformen gestaltet.

Erinnert sei hier nur an ihr Werk „Zeittafel“ mit seinen gesichtslosen Menschenköpfen am Ende paralleler Eisenschienen. Der Verzicht auf individuelle Züge schafft gewissermaßen eine Matrix für alle Formen des Leidens und – nicht zuletzt auch – des Mitleidens. Wo ein akademischer Vortrag mit akribisch aufgelisteten Opferzahlen und grausamen Details aus den Folterkammern dieser Welt bestenfalls wirken würde wie der sprichwörtliche Keulenschlag auf den Sitz des Denkapparats, zielt die Bildhauerin mit ihren Werken subtiler, und vielleicht gerade darum besonders wirkungsvoll auf die „Organe“ des Fühlens.

Dieses „Fanal gegen das Leid“ braucht keine Plakate, geschweige denn, laut wütendes Protestgeschrei, das im schlimmsten Fall neue Gewalt erzeugt. Gabriella Fekete führt ihren Kampf gegen das Leid mit Zeichen und Figuren, die aufs Äußerste reduziert, von modischen Verkleidungen, aber auch von den Vokabeln unterschiedlicher kultureller Kontexte frei und gerade dadurch universell verständlich sind. Eines darf vielleicht noch verraten werden: Die Dimen- sionen dieser Installation, hier im Moerser Schlosspark, waren auch für die, mit monumentalen Objekten vertraute, Bildhauerin eine Herausforderung. Eine Skulptur, so sagt sie, muss von allen Seiten wirken. Da trifft es sich gut, dass eine Insel ein Rundling ist. Dennoch sind die geflügelten Bewohner hier eindeutig den zweibeinigen Besuchern überlegen. Ihnen liegt auch noch die Vogelperspektive zu Füßen.

Eva-Maria Zacharias

Ahmed Ibrahims Installation „OUROBORUS – Fluss des Lebens“

In der libyschen Wüste des westlichen Ägyptens, genauer in der Oase Siwa, ist Ahmed Ibrahim geboren und hat einige seiner ersten Lebensjahre dort verbracht. Die Geschichte der Oase beginnt vor mehr als 3500 Jahren mit seinem, damals über alle Grenzen bekannten, Orakel und dem Amun Tempel. Siwa ist keine isolierte Stadt, denn zahlreiche weitere politische und klimatische Einflüsse, welche bis heute – unter anderem auch in Form von zahlreichen Ruinen – erkennbar bleiben, haben sie über die vielen Jahrhunderte verändert. Ahmed hat sich von den diversen historisch gewachsenen Zeichen Siwas beeindrucken lassen, hat sie untersucht und studiert, um diese dann schlussendlich in einer Symbiose mit seiner ganz individuellen Erfahrung und seinem später hinzukommenden europäischen Denken zu fassen. Sein Werk ist grafisch, zeichenhaft und ornamental angelegt. Die von der orientalischen Architektur geprägte Ornamentik wird u.a. mit aktuellen Pressebildern kombiniert. Abbildungen gegenwartsbezogener politischer Konflikte paaren sich mit historischen Zeichen, um die Aussage zu überhöhen. Seine künstlerischen Arbeiten erfahren wir als spannende, aber auch aufrüttelnde, Reise durch die Verquickung von vergangenen und gegenwärtigen Kulturen.

Prof. Christian Megert

Die in Düsseldorf lebende Künstlerin zu einem tragischen Aspekt der koreanischen Geschichte

Die Installation gedenkt den sogenannten „Trostfrauen“: koreanische Mädchen und Frauen, die für die japanischen Kriegsbordelle des Zweiten Weltkrieges verschleppt und zwangsprostituiert wurden. Schätzungen gehen davon aus, dass rund 100.000 bis 200.000 Frauen diese Tortur miterleben mussten. Bis heute wurden nur 287 Frauen als Kriegsopfer entschädigt und die japanische Regierung verweigert bis heute eine offizielle Entschuldigung und ein Eingeständnis ihrer Gewaltverbrechen gegen die koreanische Bevölkerung und die misshandelten Frauen. …

Edelstahlarbeit für Nepix Kull

Grundlage jeder einzelnen Arbeit sind Versuchsmodelle, die der in Kassel lebende Künstler nutzt, um die Konzeptionen seiner Plastiken zu entwickeln. Welche Möglichkeiten bieten die verschiedenen Materialien und wie lassen sich diese über ihre konventionelle Benutzung hinaus erweitern? Wie verändern minimale Verschiebungen eines Elements innerhalb der Arbeit die Relationen in der Gesamtstruktur?

Jede künstlerische Arbeit unterzieht sich im Entstehungsprozess Fragen wie diesen. Ausgangspunkt bilden immer die Wirkprinzipien der einzelnen Teile der Arbeit zueinander und die sich ergebenden Möglichkeiten durch das verwendete Material. Dies mit dem Ziel die maximalen Punkte innerhalb eines Wirkungssystems auszuloten. Stangelmayer arbeitet ohne befestigende Hilfsmittel. Somit suggerieren seine Arbeiten eine Momentaufnahme des maximal Möglichen. Jedes einzelne Modul der Edelstahlarbeit für die Kulturinsel Nepix Kull erhält durch Verkanten, Reibung und Druck seine Stabilität innerhalb des Wirkungssystems, gemeinsam bilden sie so ein Ganzes. Dabei ist jeder Steckrahmen auf den ihn umgebenden angewiesen. Die Spannung, die durch die Zusammenführung der einzelnen Teile entsteht, formt die Edelstahlplastik. Konträr zu dieser bis zum Maximum ausgereizten Spannung steht die von den Körpern ausgehende Ruhe. Günter Stangelmayer hat für seine künstlerische Arbeit auf der Nepix Kull der Stadt Moers dieses Prinzip seiner Arbeitsweise wieder aufgegriffen. Die Verschachtelung von 27 gleich förmigen Edelstahlmodulen zu einer aufsteigend dynamischen Plastik wird erstmals im Außenraum zu sehen sein. Die blanke Massivität des Stahls und die gleichzeitig fragile Konstruktion bilden einen span nenden Gegensatz. Die miteinander versponnenen Teile modellieren den Raum, der somit ein neues Bewusstsein und Verständnis geometrischer Formen generiert und die Wahrnehmung der Betrachter anregt. Indem die Plastik sich einer Aneignung auf den ersten Blick verweigert, lässt diese eine Vielzahl von visuell entstehenden Räumen und Formen zu. Stangelmayers Plastik lässt sich nicht nur auf formal ästhetischer Ebene erfahren, vielmehr verweist ihre äußere Form auf eine Fülle von Interpretations möglichkeiten. In der Auseinandersetzung mit dem Werk Stangelmayers wird klar, dass die jeweiligen Ausstellungsorte einen ebenso wichtigen Einfluss auf die Konzeption der Plastiken nehmen, wie die Arbeitsmodelle. Da jede Arbeit in einen Dialog mit ihrer Umgebung, der Architektur und der Struktur des Ausstellungsortes tritt, werden die Arbeiten immer wieder neu konzipiert und unterliegen einem stetigen Wandel.

Die Kulturinsel Nepix Kull, einst isolierter Ort und Teil der Festungsanlage des Moerser Schlosses, ist Zeugin des geschichtlichen Wandels. Durch öffentliche Nutzung entstand hier im Laufe der Zeit ein Ort des Miteinanders, des Zusammenhalts und der Kommunikation. Ebenso wie der gegen seitige Austausch und Zusammenhalt innerhalb der Gemeinschaft, stützen sich die einzelnen Module und formen gemeinsam die Plastik. Ohne diese wechselseitige Beziehung wäre die von Günter Stangelmayer konzipierte Arbeit nicht denkbar. Die ausgestellte Plastik, die erst durch alle 27 ein zelnen Teile ein Ganzes bildet, bietet daher einen gelungenen Ausgangspunkt, die Wichtigkeit der Interaktion und des gegenseitigen Miteinanders nicht nur innerhalb der künstlerischen Realisation, sondern auch auf gesellschaftlicher Ebene zu erkunden.

Juliane Phieler

Dini Thomsen „Behausungen“

Die Suche nach einem sicheren, vor Wind, Wetter und allen Unbillen des Lebens geschützten Hort gehört zu den menschlichen Urbedürfnissen wie das tägliche Brot. Je nach Gefahrenlage – sei es die Furcht vor Naturgewalten oder vor feindlichen Übergriffen – wird dieser Ort unterschiedliche Gestalt annehmen.

Wer nahe am Wasser lebt, siedelt lieber auf höherer Ebene. Hingegen nutzten mittelalterliche Burgherren das nasse Element als Teil ihrer Befestigungsanlagen. Für alle Arten von Zufluchtsorten findet Dini Thomsen eine archaische Form(el) von zeitloser Gültigkeit.

Mit einfachen, der Natur entlehnten Materialien gestaltet sie „Schutzräume“, die eher an Pfahlbauten erinnern als an steinerne Trutzburgen und die doch im Zusammenspiel mit den Wall- und Grabenanlagen des Moerser Schlosses so wirken als hätten sie hier ihren Platz seit alters her.

Holz liefert den Grundstoff für eine Ansammlung einfacher Hütten, die Dini Thomsen allesamt auf Stelzen setzt und so einige Meter hoch in luftiger Höhe schweben lässt – dem Boden entrückt, aber doch der Erde näher als dem Himmel. Kein verträumtes Wolkenkuckucksheim also, sondern eine irdische Behausung, in der die „eigenen vier Wände“, so spartanisch sie auch ausgestattet sein mögen, einen geschützten Rückzugsort symbolisieren.

Jenseits der formalen Ästhetik dieser Installation, die zugleich auch die Sehnsucht nach dem sogenannten einfachen Leben in natürlicher Idylle beflügeln könnte, gelingt es der Künstlerin, mit ihren „Behausungen“ eine Ahnung von der existentiellen Wucht zu vermitteln, die Menschen trifft, wenn sie ihre Heimat verlassen müssen, vertrieben durch Terror, Kriege, Hungersnöte und schutzlos auf der Flucht in eine ungewissen Zukunft. Begriffe wie Schutz, Shelter und Sehnsucht nach Geborgenheit sind Themen, die Dini Thomsen immer wieder auf unterschiedliche Weise in ihrem Schaffen aufgreift und visualisiert. So stehen die „Behausungen“ im übertragenen Sinne nicht allein auf weiter Flur, sondern offenbaren ein Anliegen, das sich wie ein roter Faden durch das Werk der Künstlerin zieht.

Eva-Maria Zacharias

Harold Letterboom, Meltem Karakoyun, Manuela Tjin A Soe, George Struikelblok, Ardie Setropawiro, Peter Thielen

„Brokopondo-Projekt“. Impulse – Germany–Suriname Connection

Trotz der traurigen Vergangenheit der Sklaverei, verbunden mit vielen Traumata und Immigrationsschwierigkeiten der Afrikaner, Chinesen, Hindustani und Javaner, hat sich Suriname erfolgreich in der Unabhängigkeit behauptet und verfolgt weiter seinen eigenen Weg. Obwohl Kolonialzeit und Sklaverei die Trennung durch ethnische Zugehörigkeit eher verstärkten, leben Surinamen friedlich und respektvoll zusammen. Die verschiedenen Bevölkerungsgruppen pflegen zwar ihre Identität und kulturelle Eigenständigkeit, haben aber durch die zunehmende Familiendurchdringung gegen- seitige Gepflogenheiten adaptiert und so zu einer gemeinsamen Grundlage gemacht. Somit ist das Suriname von 2018 nicht länger das Suriname der Kolonialzeit; der Übergang zur Unabhängigkeit, die Aufarbeitung des Traumas der Sklaverei und die Bewältigung der Immigrationsprobleme haben unser geliebtes Land stark gemacht. Heute ist Suriname gleichberechtigter Partner in der Caricom und den Vereinten Nationen. Suriname wird erfolgreich sein: Victory

Symbolik: Die farbigen Sterne beziehen sich sowohl auf die Sterne der Surinamischen Flagge, welche die fünf Hauptbevölkerungsteile symbolisieren, als auch auf die Kultur der Wayanas (eines indigenen Stammes), auf deren Holzscheiben mit mythologischen Figuren diese Sterne ebenfalls auftauchen. Die Dreieckkörper stehen mit ihren Begrenzungswänden für die Grenzen und Schranken, die überwunden werden mussten, greifen in stylisierter Form das Victory-Zeichen auf. Die drei Paddel stehen für den Fortschritt, aber auch für den Sieg über die negative Vergangenheit. Die Urein- wohner existieren nicht mehr, aber ihre Nachfahren und die surinamische Diaspora vereinen sich in ihrem Bemühen das Land weiter voranzubringen.

HAW (Haus am Wasser) Pavillon

Drei Kuben in unterschiedlichen Größen und Höhen stehen ineinander verschachtelt auf einer Wiese. Von außen sind sie mit weißen Streifen aus PVC Plane bedeckt. Die Innenseiten sind in den Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow gehalten. Holz, PVC Plane 500 × 800 × 350 cm.

Martin Pfeifle wurde 1975 in Stuttgart geboren, 2004 machte er seinen Abschluss als Meisterschüler von Hubert Kiecol an der Kunstakademie Düsseldorf. Ausgezeichnet wurde er u.a. mit dem Villa-Romana-Preis Florenz und den Förderpreisen des Landes NRW und der Stadt Düsseldorf. Arbeitsstipendien erhielt er von den Kunstfonds Bonn, der Kunststiftung Baden-Württemberg sowie dem Bildhauerstipendium Wilhelm Lehmbruck der Stadt Duisburg. Martin Pfeifle hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland u.a. in der Galerie der Stadt Sindelfingen, im ZKM Karlsruhe und in Gyeongju Korea. Seine Arbeiten entstehen meist in situ und beziehen Ihren Umgebungsraum mit ein. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf.

Wir Kinder haben Rechte – Recht auf Gesundheit – Recht auf Betreuung bei Behinderung – Recht auf Gewaltfreie Erziehung – Recht auf Spiel und Freizeit – Recht für freie Meinungsäußerung – Recht auf Bildung – Recht auf Schutz im Krieg – Recht auf Schutz vor Ausbeutung – Recht auf Schutz durch elterliche Fürsorge.

Über Felix Droese (*1950 Singen/Hohentwiel) im Allgemeinen müssen sicherlich keine Worte verloren werden, spätestens seit seiner prominenten »Aldi-Aktion« im Jahr 2003 ist er einem breiten Publikum bekannt. Er gilt als politischer, geradezu unbequemer Künstler, der in seinen Werken weniger Wert auf dekorative Äußerlichkeiten, denn auf klare Botschaften und harte Fakten legt. Durch sie vermittelt er uns seine Sicht auf die Gesellschaft, das Zeitgeschehen und die Geschichte.

1970 beginnt Droese an der Kunstakademie Düsseldorf in der Klasse von Peter Brüning und Josef Beuys zu studieren. Nach Droeses Wehrdienstverweigerung folgt sein Zivildienst in der Psychiatrie in Düsseldorf. In dieser Zeit 1971/72 entstandenen umfangreichen Zeichnungs-Zyklus „Der Grafenberg“ in dem Droese die dort gemachten Erfahrungen verarbeitet. Die Mitarbeit im Vietnamausschuss der Akademie lassen den sich politisch verstehenden Künstler an einer Vietnam-Demonstration in Köln teilnehmen, die für Droese mit einer siebenmonatigen Haftstrafe endet. Nach Abschluss seines Studiums setzt sich Droeses Engagement weiter fort. 1977 arbeitet Droese bei der Zeitschrift „Spuren“ und der Vereinigung „Kultur und Volk“ in Köln mit, 1979 kandidiert er bei der Kommunalwahl in Düsseldorf für die „Alternative Liste“ und organisiert 1981 die „Aktion 17.12“ für die polnische „Solidarnosc“ im Krefelder „Pax-Christi“-Gemeindezentrum. Über die 1981 von Beuys gegründete „Free International University“ bleibt Droese weiterhin mit seinem Lehrer in Verbindung, der ihn vor allem in seiner grundsätzlichen Haltung, die Kunst als ein sinnlich wirksames „Befreiungspotential“ zu sehen, beeinflusst hat. 1980 werden erstmals Droeses Papierschnitte in einer ersten Museums-Ausstellung in Bochum gezeigt, die als wesentliche künstlerische Ausdrucksform eine zentrale Rolle in Droeses Schaffen einnehmen. Die sensible Bearbeitung fragiler Werkstoffe wie Papier, Glas und Textilien erweitert Droese ins Dreidimensionale und ist 1982 auf der Documenta mit der monumentalen Papierschnitt-Installation „Ich habe Anne Frank umgebracht“ vertreten, in der Droese die Mitverantwortung an der Ermordung der Juden thematisiert. Es folgt 1988 die Einladung zur Biennale in Venedig, wo Droese im Deutschen Pavillon seine komplexe Installation „Haus der Waffenlosigkeit – Bundesrepublik Deutschland“ zeigt. Nach einer regen internationalen Ausstellungspräsenz in den achtziger Jahren, nimmt Droese ab 1990 als Initiator an zahlreichen kunstpolitischen Aktionen teil, u.a. an der Baumpflanzaktion an der ehemaligen Grenze bei Ifta/Thüringen „Volksverhuizing“ und führt 1999 für das Bundes-Ministerium für Arbeit und Soziales in Berlin eine Wandmalerei und drei Holzdrucke aus, die bundesweit heftige Debatten auslösen. Neben den Papierarbeiten und Installationen, gehört der Holzschnitt zu Droeses bevorzugten Medien, in denen sich der soziale Ethos dieses für die deutsche Gegenwartskunst bedeutenden Künstlers sinnlich erlebbar macht.

Manuel Franke – Cinq Arbres

Die monumentale Skulptur Cinq Arbres hat der Künstler Manuel Franke für das Seewerk auf der Kulturinsel Nepix Kull im Schlosspark Moers entwickelt. Der Titel – „Fünf Bäume“ übersetzt – markiert die Ausbreitung der künstlerischen Form auf dem Gelände.

Manuel Frankes Installationen sind Reaktionen auf Räume. Seine Kunst beinhaltet malerische und skulpturale Ebenen, die narrativ-formal das Umfeld aufgreifen. Der Künstler bedient sich verschiedener Materialien, die er in neue ästhetische Formen transformiert.

Das Werk Cinq Arbres besteht aus Alabastermodellgips, Pigmenten, Jute und einer Gitterträgerkonstruktion aus Bauholz. Die Monumentalität mit 60 Meter Länge und 3 Meter Höhe verändert wesentlich die Wahrnehmung des Ortes. Die Plastik zerschneidet und markiert die grüne Fläche zugleich. Die Vorderseite zeigt das Wellenmuster des abgeformten Blechs mit einem bunten Farbverlauf. Der genaue Blick auf das Kolorit offenbart die Handspuren des Künstlers. Unmittelbar hat er die Pigmente in das wellige Material modelliert. Innerhalb der langen, skulpturalen Form befi nden sich vereinzelte Durchbrüche, die den Blick in den Hintergrund eröffnen. Sie rahmen die Bäume und lassen diese Teil der Installation werden. Die Aussparungen erscheinen wie eine vergrößerte Aufnahme von Fresspuren von Insekten auf Blättern. Die Rückseite offenbart eine Holzkonstruktion, die sich aus vertikal und horizontal verbundenen Balken zusammensetzt.

Hier entsteht der Eindruck einer schmelzenden Mauer im Park. Beide Seiten bestechen durch ihre Unterschiedlichkeit. Die verführerische, bunte Vorderfront macht neugierig und erscheint wie eine plastische Malerei im öffentlichen Raum. Die Rückseite betont die strenge Konstruktion und Statik. Sie setzt sich besonders durch ihre geometrischen Formen zur natürlichen Idylle ab. Die Grenze, die die Fläche neu markiert und formt, verbindet sich mit der Natur. Manuel Frankes Kunst ist gekennzeichnet durch eine Experimentierfreude an Farben und Formen. Er mischt Pigmente und Materialien zu Objekten, die an Marmorinkrustationen erinnern. Das Objekt ist Träger des malerischen Verlaufs. Der genaue Blick offenbart ein Detailreichtum an zarten Farbverläufen. Seine Plastiken stehen in widersprüchlicher Weise sowohl in der Tradition der Informellen Malerei als auch der Minimal Art. Es handelt sich häufi g um geometrische Flächen, mit denen er das Gegenüber, den Raum oder die Architektur auslotet. Die Oberfläche besteht aus dynamischen Farbzusammensetzungen, die aus der körperlichen Geste resultieren.

Die monumentalen Werke versperren den Blick und schärfen zugleich die Wahrnehmung des Betrachters, lassen ihn den Raum neu erfahren. Mit seinen skulpturalen Werken initiiert Franke einen intensiven Dialog, der auch zu Konfrontationen führen kann. Die monumentale Skulptur Cinq Arbres führt die Serie der Besetzerplastiken weiter fort und lädt dazu ein, den Park und das Umfeld neu zu erkunden.

Wilko Austermann

Stefan Kaiser „Paarwuchs“, Ingrid Schreiber-Schatz „Treffen am Fundort“, Emil Schult „Mycel-Rakete

Ehemalige Beuys-Schülerinnen und Schüler der Düsseldorfer Kunstakademie zum 101. Geburtstag von Josef Beuys.

Leni Hoffmann, die Professorin der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, verbindet in ihrem Kunstwerk MOXIE Natur, öffentlichen Raum und Kunst.
Für die Kulturinsel Moers entwickelt, erhebt sich die Kunststeinplastik kurvenreich und organisch geformt in die Luft. Wie ein lichtblauer kurviger Pinselstrich ragt MOXIE vom Land über das Wasser.